Jackie Brown

   
 


 

 

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Ein unterhaltsamer, anspruchsvoller Action-Krimi.

Die erste Stunde des Films wirkt etwas in die Länge gezogen und dient dazu, die verschiedenen Charaktere kennen zu lernen. Ordell Robbie ist ein schwarzer Waffenhändler, der etwa eine halbe Million Dollar in einem Schließfach in Mexiko liegen hat. Die Stewardess Jackie Brown schmuggelt nach und nach Beträge von etwa 10.000 Dollar über die Grenze. Dies war dem FBI offenbar bekannt und so wird Jackie festgenommen um mit ihrer Hilfe an Ordell heran zu kommen. Jackie schaltet auf stur und verweigert die Aussage.
Ordell lässt Jackie von einem Kautionshelfer freikaufen. Mit diesem schmiedet sie einen raffinierten Plan.
Dem FBI spielt sie die willige Helferin vor. Ordell erklärt sie, dass sie dem FBI bedingt hilft, damit er an sein Geld in Mexiko kommt. Es sollen zwei Geldübergaben stattfinden. Die erste läuft fast wie geplant mit einer Summe von 10.000 Dollar ab. Das FBI meint, Ordell damit in Sicherheit zu wiegen. In Wahrheit dient die erste Übergabe nur dazu, Ordells Vertrauen in Jackie zu kräftigen und ihr beim zweiten Mal die restlichen 550.000 Dollar zu überlassen.
Bei der zweiten Übergabe trickst Jackie das FBI und Ordell aus. Dem FBI macht sie glaubhaft, dass sie nur 50.000 übergeben soll. Diese 50.000 bekommt Ordells Botin dann auch nur, ohne es zu merken. Durch eine geschickte Planänderung hat das FBI von der übergabe nichts mitbekommen. Für Ordells Botin lief alles scheinbar nach Plan. Doch Kautionshelfer Max Cherry konnte nun das übrige Geld unbemerkt in Sicherheit bringen.
Als Ordell dem Plan von Jackie und Max auf die Schliche kommt, verlangt er von Jackie sein Geld. Mit dem Vorwand, ihm alles erklären zu wollen und ihm sein "vor dem FBI in SIcherheit" gebrachtes Geld zu geben, locken sie ihn in Max Büro. Dort warten, neben Jackie, zwei FBI-Beamte. Als Ordll das dunkle Büro betritt, ruft Jackie den Beamten zu, dass er eine Waffe trägt. Daraufhin wird er erschossen. Jackies Plan ist aufgegangen...

Trotz der quälend langen Vorgeschichte ist der Hauptteil des 2 1/2 Stunden langen Films recht spannend und anspruchsvoll. Man muss sich schon etwas anstrengen, um Jackies Plan folgen zu können. Auch wenn ein paar Leute kaltblütig erschossen werden, wirkt der Film dennoch realitätsnahe. Er spielt zwar in den 90er Jahren, Kameraführung und Musik vermitteln aber eher den Eindruck der späten 70er. Im Grunde ein klassischer Quentin-Tarantino-Film.